Rotavirus

Der Rotavirus Ratgeber informiert zur viralen Erkrankung durch Rotaviren bei Kindern und Erwachsenen. Der Rotavirus ist die weltweit häufigste schwere Durchfall Erkrankung beim Menschen. Die Krankheit ist meldepflichtig, jährlich erkranken über 50.000 Menschen, die Dunkelziffer liegt bei über 200.000 Erkrankungen. Wir informieren umfassend zum Rotavirus.

RotavirusRotaviren bei Säuglingen und Kindern, Symptome

Eine Infektion mit dem Rotavirus ist besonders gefährlich für Säuglinge und Kleinkinder. Bis zum 5. Lebensjahr infiziert sich fast jedes Kind mit Rotaviren. mehr

Rotavirus verursacht 20% aller Durchfall- erkrankungen bei Erwachsenen

Erwachsene infizieren sich besonders leicht auf Urlaubsreisen, fast jeder Urlaubs-Durchfall entsteht durch Rotaviren. Auch Senioren erkranken oft an Rotavirus.

Hier finden Sie die aktuellen Rotavirus Zahlen.

Rotavirus - Symptome Durchfall und Erbrechen

RotavirusBehandlung Rotavirus

Therapie und Maßnahmen

Muss man einen Arzt aufsuchen?
Besonders für Säuglinge und Kleinkinder kann die Erkrankung gefährlich werden.

Was soll man bei Rotavirus Essen und Trinken?
Hier finden Sie detailierte Informationen zur Ernährung während einer Rotavirus Infektion, Diätspeiseplan und mehr

RotavirusVorbeugung Rotavirus

Rotavirus bei Kindern

Schluckimpfungen gegen den Rotavirus
Ohne Impfung erkrankt bis zum 5. Lebensjahr nahezu jedes Kind an Rotaviren.

Sorgfältige Hygiene
Hygiene ist trotz einer Impfung der erste und beste Vorsorgeschutz gegen Rotaviren. Hier finden Sie die wichtigsten Hygiene Regeln mehr

RotavirusRotavirus Informationen

mehr Themen zum Rotavirus


 

Rotaviren – oft unterschätzt und hochansteckend

Die Rotaviren gehören zu dem Virenstamm Reoviren, was dafür verantwortlich ist, dass im Inneren der Viren keine DNA ist, sondern RNA. RNA bedeutet, dass das Erbgut dieser Rotaviren aus Ribonukleinsäure besteht und Durchfallerkrankungen auslösen kann. Rotaviren werden oftmals in Krankenhäusern übertragen und treten bei einem Ausbruch epidemisch auf.


Übertragung der Viren

Kontaminierte Lebensmittel, verunreinigtes Wasser oder fäkal-orale Schmierinfektion sind die Hauptübertragungen. Experten sich sich sicher, dass der Rotavirus auch über eine Tröpfcheninfektion übertragen werden kann. Im Gegensatz zu anderen Virenfamilien ist bei dieser Form der Viren eine Ansteckungsgefahr sehr hoch. Ein Stuhlgang von Erkrankten zum Beispiel beinhaltet pro Gramm über eine Milliarde Rotaviren. Im Gegensatz zu dieser großen Menge reichen bereits zehn Rotaviren aus, um ein Kind zu infizieren.

Inkubation und Krankheitsverlauf

Nachdem der Rotavirus über die Schleimhäute aufgenommen wurde, gelangt er in den menschlichen Magen. Vom Magen gelangen die Viren in den Dünndarm, wo es zu einer Vermehrung in den Dünndarmzotten kommt. Abhängig vom Grad der Vermehrung kann es zu einer Schädigung der Dünndarmzotten kommen.

Ungefähr drei Tage nach einer Aufnahme der Rotaviren treten die ersten Beschwerden in Form von Durchfall auf. Der Durchfall wirkt wässrig-schleimig bis hin zu farblos oder gelbbraun, was den Schädigungen der Zellen zuzuschreiben ist. Neben Durchfall können Fieber bis 39° Grad und Erbrechen auftreten. Bei Kindern im Alter von sechs Monaten bis zu zwei Jahren kann eine Infektion bis zur Lebensbedrohlichkeit verlaufen, weswegen eine ärztliche Betreuung unumgänglich ist. Der Durchfall und das Erbrechen führen zu einen hohen Wasserverlust, was bei Kindern zu Schockzuständen führen kann.

Nach ungefähr sechs bis acht Tagen tritt eine allgemeine Heilung auf, ohne dass eine Behandlung mit Medikamenten notwendig ist. Im Laufe der Erkrankung werden durch den Stuhlgang große Mengen an Rotaviren ausgeschieden. Experten haben festgestellt, dass bei Kindern ab dem dritten Lebensjahr und Erwachsenen eine Erkrankung eher unauffällig verläuft. Eine erneute Ansteckung kann auch nach einer erfolgreich überstanden Rotaviren-Infizierung erfolgen.


Statistische Hintergründe

Experten haben festgestellt, dass die Sterberate von Kindern in wirtschaftlich und sozial schlechten Lebensbedingungen steigen. Der Grund für die erhöhte Sterblichkeit ist in dem Austrocknen des Körpers durch Erbrechen und Durchfall zu finden. In Ländern wie Lateinamerika, Asien oder Afrika zum Beispiel erkranken jedes Jahr über eine Million Menschen. Von dieser einen Million verlaufen über 600.000 Erkrankungen tödlich. Es gibt eine Impfung, die oral über den Mund, in drei Dosen verabreicht wird. Bis zum heutigen Tag ist eine Immunisierung von Kindern gegen Rotaviren freiwillig.


Symptome der Viren

Die Symptome treten bei einer Erkrankung an Rotaviren sehr plötzlich und stark auf. Innerhalb kurzer Abstände mit Brech-Anfällen und starken Durchfall, was von Magenkrämpfen oder Bauchschmerzen begleitet wird. Aufgrund der damit verbundenen Anstrengung für den Körper treten nicht selten Schweißausbrüche auf. Auch leichtes Fieber kann auftreten, wobei dieses Symptom nicht immer auftritt. Eine erste Linderung einer Rotaviren-Erkrankung tritt nach bis zu drei Tagen auf.


Sind die Rotaviren über den Mund in den Körper eingedrungen und in den Magen-Darm-Trakt gelangt, beginnen sie mit der Vermehrung. Die Vermehrung beinhaltet, dass die Zellen der oberen Darmwände von den Rotaviren abgetötet werden. Die Folge ist eine Unterversorgung von Flüssigkeit und Nährstoffen und einem plötzlich auftretenden Durchfall. Der Mangel an Flüssigkeit kann zudem Symptome wie Hitzewallungen oder Fieber auslösen.

  • Durchfall (leicht bis schwer)
  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Grippeähnliche Symptome (40%)
  • Magenschmerzen
  • Bauchkrämpfe
  • Fieber (leicht bis hoch)

Vereinzelt kann es bei einer Rotaviren – Erkrankungen zu Atembeschwerden kommen, sodass es ratsam ist, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen. Auch eine Dehydration (Austrocknung) ist eine Beschwerde, die eine Behandlung durch einen Arzt notwendig macht.

Symptome einer Austrocknung

  • anhaltender Durst
  • Trockene Schleimhäute, Zunge und Rachenraum
  • Verwirrtheit, Reizbarkeit bis hin zu anhaltender Unruhe
  • Müdigkeit bis hin zu Lethargie
  • schlechter gesundheitlicher Allgemeinzustand
  • eingefallene Augen
 

Rotavirus Symptome?

Was tun bei Verdacht auf Rotaviren

Rotavirus Ansteckung
Eine Rotavirus-Infektion erfolgt durch fäkal-orale Übertragung mit den hoch ansteckenden Rotaviren. Rotavirus Ansteckung

Rotavirus Diagnose
Ihr Haus- oder Kinder Arzt wird die Diagnose mit unterschiedlichen Untersuchungen stellen. Bei Bedarf wird er eine Laboruntersuchung des Stuhlganges einleiten. Diagnose Rotavirus

Rotavirus Impfungen

Fragen und Antworten zur Rotavirus Impfung

Wer bezahlt die Rotavirus-Impfung?
Eine Liste der Krankenkassen, die die Kosten für die Schluckimpfung gegen Rotaviren übernehmen. Impfung gegen Rotaviren

Impfkalender für Babys und Kleinkinder
Hier finden Sie den aktuellen Impfkalender mit allen von der Impfkommission (Stiko) empf-ohlenen Imfungen. Wer impft und wer übernimmt die Kosten. Babys Impfen

Ob Sie Ihr Kind impfen lassen wird sicher eine persönliche Entscheidung, wenn Sie unsicher sind wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Krankenkkasse.

Rotavirus - häufigste Ausbruchtzentren
Rotavirus Infektionen brechen am schnellsten und häufigsten in Gemeinschaftseinrichtungen aus. Hier die wichtigsten Ausbruchorte:

Altenheime und Senioren-Pflegeheime
Kindereinrichtungen / Krippen / Kindergarten
Schulen
Ferienanlagen und Hotels
Kreuzfahrtschiffe


Fragen zum Rotavirus?

Soll ich mein Kind gegen Rotavirus impfen lassen?
Laut WHO-Weltgesund-heitsorganisation ist eine Rotaviren-Impfung empfehlenswert. Weltweit müssen jährlich mehr als zwei Millionen Kinder wegen durch Rotavirus verursachtem Durchfall stationär im Krankenhaus behandelt werden. In Deutschland liegt die Zahl bei jährlich 20.000 Babys laut RKI - Robert-Koch-Instituts. Kinder Impfen

Wie lange kann man andere anstecken?
Bis zu 48 Stunden nach Abklingen der Symptome kann man noch ansteckend sein. Ansteckung

Hilft Cola gegen Durchfall?
Colahaltige Getränke helfen nicht wie oft gesagt gegen Durchfall Erkrankungen da Cola sehr viel Zucker enthält fördert Sie dadurch die Wasserabgabe an den Darm. Stattdesen trinken Sie ungesüßten Tee. Behandlung

Rotovirus - Erste Anzeichen:
Ihr Kind ist sehr durstig, Austrocknung im Rachenraum, Zunge und Schleimhäute. Ihr Kind macht einen matten, kranken oder lethargischen Eindruck Rotavirus bei Kindern

Rotavirus Symptome bei Kindern:
Ihr Kind leidet unter wasserartigem Durchfall
Ihr Kind leidet unter Erbrechen und Übelkeit
Ihr Kind hat starke Magen-Darmkrämpfe
Ihr Kind hat Fieber Rotavirus bei Kindern

Kostenübernahme Rotavirus Impfung
Die Krankenkassen können die Kosten für die Rotavirus Impfung freiwillig und vollständig übernehmen. Hier können Sie das Antragsformular zur Kostenübernahme downloaden:
Formular Kostenübernahme Download *doc
Formular Kostenübernahme Download *pdf

RotavirusWann sterben Rotaviren ab?
Rotaviren sind überaus umweltresistent.
Sie besitzen eine hohe Hitzeresistenz, sind gegen Kälte ressitent und Säurebeständig.

Arbeitsunfähig bei Rotavirus
Der Rotavirus gehört zu den meldepflichtigen Infektionskrankheiten. Das heist das Sie einen Verdacht Ihrem Hausarzt, dem Gesundheistamt oder der Kindereinrichtung melden müssen.

Rotaviren - Rotavirus

Informationen zum Rotavirus

Was sind Rotaviren
Die beim Menschen vorkommenden Rotaviren gehören zur Familie der Reoviridae und wurden nach Ihrer radähnlichen Form benannt.

Was verursachen Rotaviren
RotavirusRotaviren sind der verantwortliche Erreger von Gastroenteritis, einer Magen-Darm-Infektion die sich durch sehr schweren Durchfall-erscheinungen äußert. Rotaviren können für alle Altersgruppen gefährlich werden, sind aber vor allem bei Neugeborenen und Kleinkindern gefährlich, da deren Immunsystem noch nicht vollständig funktioniert und schneller eine Austrocknung/ Dehydratation droht.

Wann wurden Rotaviren entdeckt
Erstmals konnten im Jahr 1943 schwere Durchfall Symptome durch Ultrafiltrations-Untersuchungen als Gastroenteritis, also Magen-Darm-Infektion medizinisch nachgewiesen werden.
Im Jahr 1973 gelang es der australischen Forscherin Ruth Bishop am Royal Children's Hospital in Melbourne, mit einer Dünndarm-biopsie Proben zu entnehmen in denen Sie durch eine lektronenmikroskopische Untersuchung radähnliche Rotaviren nachweisen konnte. Damit war der direkte Nacheweis von Rotaviren auf schwere Durchfallerkrankungen vollzogen.

Rotaviren sind in Deutschland nach § 7 Infektionsschutzgesetz meldepflichtig.

Rotavirus Überblick
RotavirusRotavirus-Gastroenteritis = Rotavirus bedingte Brechdurchfallerkrankung. Der Rotavirus verursacht eine schwere Durchfallerkrankung mit Erbrechen und Fieber.Explosionsartiges Erbrechen und gleichzeitiger Durchfall, bis zu 15 Mal pro Tag.

Rotaviren sind hochgradig ansteckend und sehr leicht über-tragbar. Rotaviren breiten sich sehr schnell aus, es reichen kleinste Partikel der Viren für eine Ansteckung aus.

Besonders gefährdet sind Sie an Orten wie Krankenhäuser, Schulen, Kindereinrichtungen, Kinderkrippen, Freibäder, Schwimmbäder, Urlaubs- hotels, Strände, Seniorenheime,

Eine Rotavirus-Gastroenteritis tritt meist vollkommen überraschend ein und verursacht folgende Symptome:

- schweren Durchfall
- häufiges Erbrechen
- Fieber

Durch die fehlende Immunität bei Babys und Kleinkindern sind diese am häufigsten betroffen, bei Erwachsenen können die Symptome leichter verlaufen und sind am häufigsten in Urlaubsländern mit geringer Hygiene zu verzeichnen.

Durch den gefährlichen Flüssigkeitsverlust kann es zu einer Dehydration und in schwersten Fällen zu Organversagen kommen.

Was ist der Unterschied zwischen Rotaviren und Noroviren?
Eine Infektion mit Noroviren ist nach der Rotavirus Erkrankung die 2 häufigste Ursache für Durchfallerkrankungen. Noroviren führen zu einer schweren Infektion des Magen und Darm Traktes. Noroviren haben sehr ähnlichen Symptome wie eine Rotavirus Infektion. Explosionsartiges heftiges Brechdurchfall, dies führt ebenfalls zu hohem Flüssigkeitsverlust.

Die Norovirus Symptome sind meist schneller vorbei und nicht so stark ausgeprägt wie eine Rotavirus Infektion. Die Norovirus Infektion ist in der Regel nach 2-3 Tagen ausgestanden wogegen eine Infektion mit Rotaviren in vielen Fällen länger dauert. Gerade bei Kleinkindern unter 3 Jahren ist eine Rotavirus Infektion meist so schwer das ein Klinikaufenthalt notwendig ist.

Der Unterschied zwischen Norovirus und Rotavirus Infektion wird durch Ihren Arzt, durch eine labortechnische Untersuchung - eine Stuhluntersuchung - festgestellt werden. Sowohl Norovirus wie auch Rotavirus sind meldepflichtige Erkrankungen.

 




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